Stand: Oktober 2026 · Ein Ratgeber der Tostoron-Redaktion
Tribulus terrestris fragt nicht nach Erlaubnis. Die Pflanze wächst auf Weiden, an Wegrändern und auf Brachflächen, am liebsten dort, wo es heiß und trocken ist. Sie liegt flach am Boden, blüht gelb und trägt Früchte mit harten Dornen. Auf Deutsch heißt sie Erd-Burzeldorn. Hierzulande begegnet sie dir als Pulver, als Extrakt in Kapseln und mit Zahlen wie 20:1 oder „90 % Saponine“ auf dem Etikett.
Macher wissen, was sie in der Hand halten. Hier bekommst du das Wissen dazu: was Tribulus terrestris ist, woher die Pflanze kommt, welche Teile genutzt werden, was drinsteckt und wie du ein Tribulus-Etikett in Sekunden liest.
Das Wichtigste in 30 Sekunden
- Tribulus terrestris, der Erd-Burzeldorn, gehört zu den Jochblattgewächsen (Zygophyllaceae). Er wächst flach am Boden, blüht gelb und trägt dornige Früchte.
- Heimisch ist er in Südost- und Mittelmeereuropa, in Asien, Afrika und Nordaustralien. Angebaut wird er unter anderem in Bulgarien, Spanien, Indien und China.
- Genutzt werden die Früchte oder das ganze oberirdische Kraut.
- Typische Inhaltsstoffgruppen sind Steroidsaponine wie Protodioscin und Flavonoide.
- 20:1 auf dem Etikett heißt: 20 g getrocknete Pflanze für 1 g Extrakt. „90 % Saponine“ heißt: 90 % des Extrakts sind Saponine.
Was ist Tribulus terrestris? Der Erd-Burzeldorn kurz erklärt
Tribulus terrestris ist eine krautige Pflanze aus der Familie der Jochblattgewächse (Zygophyllaceae) und die bekannteste Art ihrer Gattung. Die Pflanze ist einjährig, ihre behaarten Triebe kriechen flach über den Boden. Die Blätter sind paarig gefiedert, die kleinen Blüten gelb. In der Schweiz blüht der Burzeldorn von Mai bis Oktober.
Die Frucht: fünf Teile, harte Dornen
Das Markenzeichen der Pflanze ist ihre Frucht. Sie misst rund 7 bis 12 Millimeter im Durchmesser und zerfällt bei der Reife in fünf verholzte Teilfrüchte. Jede davon trägt zwei Paar harte, spitze Dornen, ein Paar länger als das andere. Wer barfuß auf so eine Teilfrucht tritt, vergisst diese Pflanze nicht so schnell.
Woher der Name kommt
Der Gattungsname ist Latein. Als tribulus bezeichneten die Römer die Fußangel: ein Eisen mit vier Spitzen. Drei davon standen auf dem Boden, die vierte zeigte immer nach oben. Man streute die Eisen aus, um feindliche Reiter aufzuhalten. Der Name ging auf die Pflanze mit den dornigen Früchten über. Terrestris heißt „auf der Erde“, und genau da wächst sie: flach am Boden.
Im Englischen heißt die Pflanze „puncture vine“, in den USA auch „goat head“. Auf Sanskrit heißt sie Gokshura, „Kuhhuf“: Die stachelige Frucht erinnert an den gespaltenen Huf einer Kuh.
| Steckbrief | Tribulus terrestris |
|---|---|
| Deutsche Namen | Erd-Burzeldorn, Burzeldorn, Erdstachelnuss |
| Familie | Jochblattgewächse (Zygophyllaceae) |
| Wuchs | einjährig, flach am Boden kriechend, behaart |
| Blätter | paarig gefiedert, 5 bis 8 Fiederpaare |
| Blüte | gelb |
| Frucht | 7 bis 12 mm, zerfällt in 5 Teilfrüchte mit je zwei Paar Dornen |
Quellen: Chhatre et al. 2014, Zhu et al. 2017, Info Flora.
Herkunft: Wo wächst Tribulus terrestris?
Tribulus terrestris ist in Südost- und Mittelmeereuropa, im gemäßigten und tropischen Asien, in Afrika und im Norden Australiens heimisch. Angebaut wird er vor allem im Mittelmeerraum und in subtropischen Regionen, etwa in Bulgarien, Spanien, Indien, China, Pakistan, Mexiko und Südamerika. In Indien wächst er im ganzen Land, in Kaschmir bis auf rund 3.350 Meter.
Die Pflanze ist ein Spezialist für harte Bedingungen: Weideland, Wegränder, Brachflächen, besonders in heißen, trockenen und sandigen Gegenden. Sie braucht niemanden, der ihr den Platz frei macht. In Mitteleuropa ist sie selten. In die Schweiz kam sie schon vor 1500, dort wächst sie an Wegrändern und in Weinbergen.
Bulgarien, Türkei, Indien: Die Herkunft prägt das Profil
Woher ein Tribulus kommt, zeigt sich in seinen Inhaltsstoffen. Ein Forscherteam um Dinchev von der Bulgarischen Akademie der Wissenschaften hat Proben aus neun Ländern untersucht. Ergebnis: Die Gehalte unterscheiden sich je nach Region, Pflanzenteil und Entwicklungsstadium der Pflanze. Zwei Gruppen stechen heraus:
| Herkunft der Proben | Saponin-Profil |
|---|---|
| Bulgarien, Griechenland, Serbien, Nordmazedonien, Türkei, Georgien, Iran | ähnliches Profil, Protodioscin und Prototribestin als Hauptbestandteile |
| Vietnam, Indien | ganz anderes Profil: kein Prototribestin und kein Tribestin, dafür viel Tribulosin |
Quelle: Dinchev et al. 2008. Die Angaben gelten für diese Proben.
Die Autoren sprechen von einem gemeinsamen Chemotyp, also einer chemischen Spielart der Pflanze, für Südosteuropa und Westasien. Die Proben aus Vietnam und Indien gehören wohl zu anderen, noch kaum beschriebenen Chemotypen. Heißt für dich: Das Herkunftsland auf dem Etikett ist keine Nebensache.
Eine Pflanze mit langer Geschichte
Tribulus ist kein Trend. Schon der römische Dichter Vergil nennt den tribulus vor über 2.000 Jahren in seinem Lehrgedicht über den Landbau. In China kennt man die Früchte seit Jahrtausenden, und in Indien trägt die Pflanze seit alters her ihren Sanskrit-Namen.
Welche Teile werden genutzt? Frucht und Kraut
Traditionell sind es vor allem die Früchte, daneben die Wurzel. Für Pulver und Extrakte verarbeiten Hersteller entweder die Früchte oder das ganze oberirdische Kraut mit Stängeln, Blättern und Früchten.
Der Pflanzenteil prägt das Profil. Eine chinesische Analyse beschrieb 84 Steroidsaponine in Tribulus und konnte Früchte, Stängel und Blätter allein an ihrem Saponin-Muster treffsicher auseinanderhalten. Welcher Teil in deiner Dose steckt, steht im Zutatenverzeichnis, etwa als „Tribulus-terrestris-Fruchtextrakt“.
Was steckt in Tribulus terrestris? Die Inhaltsstoffgruppen
Tribulus ist chemisch gründlich erforscht. Ein Review von 2017 führt 108 Steroidsaponine auf, die bisher aus der Pflanze isoliert wurden, dazu 22 Flavonoide und eine Reihe von Alkaloiden.
Saponine: Der Name kommt von Seife
Saponine verdanken ihren Namen dem lateinischen sapo, Seife: In Wasser bilden sie Schaum. Chemisch bestehen sie aus einem fettlöslichen Ringgerüst, an dem eine bis drei Zuckerketten hängen. Ist dieses Gerüst ein Steroidgerüst, also ein Gerüst aus vier verbundenen Kohlenstoffringen, spricht man von Steroidsaponinen. Saponine werden fast ausschließlich von Pflanzen gebildet, sie stecken auch in Hülsenfrüchten, Spinat und Spargel.
Protodioscin und Co.
Bei Tribulus gibt es zwei Bautypen, Spirostanol- und Furostanol-Saponine. Das bekannteste Saponin der Pflanze ist Protodioscin, ein Furostanol-Saponin. In den Proben aus Südosteuropa und Westasien war es einer der beiden Hauptbestandteile.
| Inhaltsstoffgruppe | Beispiele | Beschriebene Verbindungen |
|---|---|---|
| Steroidsaponine | Protodioscin, Protogracillin, Prototribestin, Tribulosin | 108 (58 Spirostanol-, 50 Furostanol-Typ) |
| Flavonoide | Abkömmlinge von Quercetin, Kaempferol und Isorhamnetin, etwa Rutin | 22 |
| Alkaloide | vor allem β-Carbolin- und Amid-Alkaloide | – |
| Weitere | Gerbstoffe, Sterole wie β-Sitosterin und Stigmasterin | – |
Quellen: Zhu et al. 2017, Chhatre et al. 2014, Dinchev et al. 2008.
Tribulus-Pulver, Extrakt oder Kapseln?
Tribulus bekommst du in verschiedenen Formen. Du entscheidest, was zu dir passt:
| Form | Was drin ist | Verwendung | Darauf achten |
|---|---|---|---|
| Tribulus-Pulver | getrocknete, gemahlene Früchte oder Kraut | Portion selbst abwiegen | Pflanzenteil |
| Kapseln mit Pulver | gemahlene Pflanze in der Kapselhülle | geschmacksneutral, fest portioniert | Menge pro Tagesportion |
| Extrakt-Kapseln | konzentrierter Auszug aus Frucht oder Kraut | kleine Extraktmenge pro Portion | Extraktverhältnis, Äquivalent, Saponin-Anteil |
| Kombiprodukte | Tribulus-Extrakt mit weiteren Stoffen, etwa Maca | alles in einer Dose | Menge je Stoff pro Tagesportion |
So entsteht ein Tribulus-Extrakt
Getrocknete Früchte oder getrocknetes Kraut werden mit einem Auszugsmittel wie Wasser oder Ethanol ausgezogen. Dabei gehen Inhaltsstoffe wie die Saponine in die Flüssigkeit über. Danach wird das Lösungsmittel verdampft. Zurück bleibt ein konzentrierter Trockenextrakt, ein feines Pulver, das sich in Kapseln abfüllen lässt.
Tribulus-Etikett lesen: 20:1 und 90 % Saponine erklärt
Auf einer Tribulus-Dose stehen oft zwei Zahlen nebeneinander: ein Extraktverhältnis wie 20:1 und ein Prozentwert wie „90 % Saponine“. Klingt nach Mathe, ist aber in zehn Sekunden erledigt.
20:1: das Extraktverhältnis
20:1 ist das Droge-Extrakt-Verhältnis, kurz DEV. „Droge“ ist der Fachbegriff für den getrockneten Pflanzenteil, hier also getrocknete Tribulus-Früchte oder getrocknetes Kraut. 20:1 heißt: Für 1 g Extrakt wurden 20 g getrocknete Pflanze eingesetzt. Aus viel Pflanze wird wenig, konzentrierter Extrakt.
Daraus ergibt sich das Äquivalent, das auf vielen Dosen als „entspricht … mg“ steht. Die Formel kennst du vielleicht aus unserem Ratgeber zur Maca-Wurzel: Extraktmenge × Verhältnis = Äquivalent. 750 mg Tribulus-Extrakt im Verhältnis 20:1 entsprechen rechnerisch 15.000 mg getrockneter Pflanze. Rückwärts klappt es auch: Steht auf der Dose „750 mg Extrakt entsprechen 15.000 mg“, teilst du 15.000 durch 750 und landest bei 20:1.
„90 % Saponine“: die Standardisierung
Der Prozentwert zeigt dir, welcher Anteil des Extrakts auf eine bestimmte Inhaltsstoffgruppe entfällt, hier die Saponine. Standardisiert heißt: Der Gehalt wird gemessen und der Extrakt auf diesen festen Wert eingestellt. So hat jede Charge denselben Saponin-Anteil.
90 % Saponine heißt: In 1 g Extrakt stecken 900 mg Saponine. Für deine Tagesportion rechnest du Extraktmenge × Prozentwert. 750 mg Extrakt mit 90 % Saponinen enthalten rechnerisch 675 mg Saponine.
| Angabe auf dem Etikett | Was sie dir sagt | Beispiel |
|---|---|---|
| Extraktmenge pro Tagesportion | wie viel Extrakt du verzehrst | 750 mg |
| Extraktverhältnis | wie viel getrocknete Pflanze je Gramm Extrakt eingesetzt wurde | 20:1 |
| Äquivalent („entspricht …“) | Extraktmenge × Verhältnis | 15.000 mg |
| Standardisierung | Anteil der Saponine im Extrakt | 90 % = 675 mg Saponine |
Zwei Zahlen, zwei Antworten: Das Verhältnis sagt dir, wie viel Pflanze in den Extrakt geflossen ist. Der Prozentwert sagt dir, wie viel Saponine im Extrakt stecken. Wer beide kennt, liest das Etikett komplett.
„Tribulus terrestris hochdosiert“: Diese Angaben zählen
Auf vielen Etiketten liest du „hochdosiert“. Welche Mengen dahinterstehen, zeigen dir vier Angaben: Extraktmenge pro Tagesportion, Extraktverhältnis, Äquivalent und Saponin-Anteil. Stehen alle vier auf der Dose, rechnest du in zehn Sekunden nach.
Tribulus und Maca: zwei Pflanzen, zwei Welten, eine Dose
Tribulus steht oft zusammen mit Maca auf einem Etikett. Botanisch sind die beiden nicht näher verwandt: Maca ist ein Kreuzblütler aus den Anden, Tribulus ein Jochblattgewächs aus dem Mittelmeerraum und Asien. Der Überblick:
| Merkmal | Tribulus terrestris | Maca |
|---|---|---|
| Familie | Jochblattgewächse (Zygophyllaceae) | Kreuzblütler (Brassicaceae) |
| Genutzter Teil | Frucht oder oberirdisches Kraut | Knolle (Hypokotyl) |
| Heimat | Südost- und Mittelmeereuropa, Asien, Afrika, Nordaustralien | zentrale Anden Perus |
| Standort | warm und trocken, oft sandig; in Kaschmir bis rund 3.350 m | rund 4.000 bis 4.500 m |
| Typische Inhaltsstoffgruppen | Steroidsaponine, Flavonoide | Glucosinolate, Macamide |
| Typische Etikettangabe | Extraktverhältnis wie 20:1, Saponin-Anteil in % | Extraktverhältnis wie 5:1 bis 50:1 |
Quellen: Zhu et al. 2017, Chhatre et al. 2014 (Tribulus), Gonzales 2012 (Maca).
Der Vorteil der Kombination ist praktisch: eine Dose, eine Verzehrempfehlung, alle Mengen auf einem Etikett. Alles zur Knolle aus den Anden liest du im Ratgeber Was ist Maca?, alles zur seltensten der vier Maca-Farben im Ratgeber schwarze Maca.
Oft mit auf dem Etikett: Pinienrinde, Cordyceps, L-Arginin
Oft kommen weitere Rohstoffe dazu. Pinienrindenextrakt stammt vor allem aus der Rinde der Strandkiefer (Pinus pinaster) und ist reich an Procyanidinen, auf dem Etikett stehen dort Angaben wie 100:1. Daneben findest du den Pilz Cordyceps oder Aminosäuren wie L-Arginin. Wie du ein Etikett mit mehreren Stoffen liest, zeigt dir unser Ratgeber L-Arginin und Maca.
Qualität erkennen: deine Checkliste für Tribulus
Guten Tribulus erkennst du am Etikett und an dem, was dahintersteht. Darauf schaust du:
- Pflanzenteil: Frucht oder Kraut? Das steht im Zutatenverzeichnis, etwa als „Fruchtextrakt“.
- Extraktverhältnis und Äquivalent: Stehen beide auf dem Etikett, rechnest du selbst nach, wie viel getrocknete Pflanze hinter deiner Tagesportion steht.
- Standardisierung: der Saponin-Anteil in Prozent, etwa „90 % Saponine“. Damit rechnest du aus, wie viel Saponine in deiner Tagesportion stecken.
- Herkunft: Gute Hersteller nennen das Herkunftsland der Pflanze.
- Menge pro Tagesportion: Extrakt- oder Pulvermenge in mg und die Kapselzahl für die Tagesportion.
- Laborgeprüfte Qualität: Gute Hersteller lassen ihre Ware im Labor analysieren, zum Beispiel auf Reinheit und mikrobiologische Qualität. Die Ergebnisse fasst ein Analysezertifikat (CoA) zusammen.
- Herstellung in Deutschland: Für viele ist „Made in Germany“ ein wichtiges Qualitätsmerkmal. Etikett oder Hersteller zeigen dir, wo produziert wurde.
- Transparentes Etikett: alle Zutaten klar angegeben, inklusive Kapselhülle, dazu die Verzehrempfehlung mit Tagesmenge.
Tribulus verzehren: Menge und Zeitpunkt
Wie viel Tribulus am Tag? Die Antwort steht auf deiner Dose: Halte dich an die Verzehrempfehlung auf dem Etikett. Dort findest du Tagesmenge und Kapselzahl, oft auch den Zeitpunkt, etwa zu einer Mahlzeit mit ausreichend Flüssigkeit. Nimmst du mehrere Produkte mit Tribulus, rechne die Mengen zusammen.
Gut zu wissen: Die angegebene Tagesmenge nicht überschreiten. Tribulus-Produkte sind für Schwangere, Stillende und Kinder nicht gedacht. Wenn du Medikamente nimmst oder Vorerkrankungen hast, sprich vorher kurz mit deinem Arzt oder deiner Apotheke.
FAQ zu Tribulus terrestris
Was ist Tribulus terrestris?
Eine krautige Pflanze aus der Familie der Jochblattgewächse (Zygophyllaceae), auf Deutsch Erd-Burzeldorn. Sie wächst flach am Boden, blüht gelb und trägt Früchte mit harten Dornen. Genutzt werden die Früchte oder das oberirdische Kraut.
Wie heißt Tribulus terrestris auf Deutsch?
Erd-Burzeldorn, kurz Burzeldorn, oder Erdstachelnuss. Der Gattungsname tribulus war bei den Römern das Wort für die Fußangel.
Wo wächst Tribulus terrestris?
In Südost- und Mittelmeereuropa, in Asien, Afrika und Nordaustralien, am liebsten an heißen, trockenen Orten. Angebaut wird er unter anderem in Bulgarien, Spanien, Indien und China. In Mitteleuropa ist er selten.
Was bedeutet 20:1 bei Tribulus-Extrakt?
Für 1 g Extrakt wurden 20 g getrocknete Pflanze eingesetzt. 750 mg Extrakt im Verhältnis 20:1 entsprechen also rechnerisch 15.000 mg getrocknetem Tribulus.
Was bedeutet „90 % Saponine“?
Der Extrakt ist auf einen Saponin-Anteil von 90 % eingestellt: In 1 g Extrakt stecken 900 mg Saponine. 750 mg Extrakt enthalten damit rechnerisch 675 mg Saponine.
Was ist Protodioscin?
Ein Steroidsaponin vom Furostanol-Typ und das bekannteste Saponin in Tribulus terrestris. In Proben aus Südosteuropa und Westasien war es zusammen mit Prototribestin der Hauptbestandteil.
Tribulus oder Maca: Was ist der Unterschied?
Zwei völlig verschiedene Pflanzen. Tribulus ist ein Jochblattgewächs, genutzt werden Frucht oder Kraut. Maca ist ein Kreuzblütler aus den Anden Perus, genutzt wird die Knolle. In Kombiprodukten stehen beide mit eigener Menge auf dem Etikett.
Wie viel Tribulus am Tag, und wann?
Das legt die Verzehrempfehlung auf dem Etikett fest: Tagesmenge, Kapselzahl und Zeitpunkt.
Fazit: Dornen, Herkunft, klare Zahlen
Tribulus terrestris ist ein Überlebenskünstler mit Dornen: flach am Boden, zu Hause an heißen, trockenen Orten von Südosteuropa bis Asien. Genutzt werden Früchte oder Kraut, typisch sind Steroidsaponine wie Protodioscin. Auf dem Etikett zählen vier Zahlen: Extraktmenge, Verhältnis, Äquivalent und Saponin-Anteil. Wer sie lesen kann, entscheidet selbst. Genau so arbeiten Macher.
Quellen
- Zhu W. et al., Chemistry Central Journal 2017, 11:60, DOI 10.1186/s13065-017-0289-x (Übersicht zu Botanik, Verbreitung, Anbau und Inhaltsstoffen von Tribulus terrestris). pmc.ncbi.nlm.nih.gov
- Chhatre S. et al., Pharmacognosy Reviews 2014, 8(15):45–51, DOI 10.4103/0973-7847.125530 (Botanik, Namen, Verbreitung und Inhaltsstoffgruppen von Tribulus terrestris). pmc.ncbi.nlm.nih.gov
- Dinchev D. et al.: Distribution of steroidal saponins in Tribulus terrestris from different geographical regions. Phytochemistry 2008, 69(1):176–186, DOI 10.1016/j.phytochem.2007.07.003.
- Qi P. et al.: Characterization and discrimination of steroidal saponins in Tribulus terrestris L. and its three different aerial parts by chemical profiling with chemometrics analysis. Journal of Separation Science 2018, 41(22):4212–4221, DOI 10.1002/jssc.201800513.
- Info Flora, Nationales Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora: Tribulus terrestris L. (Burzeldorn). infoflora.ch
- Lewis C. T., Short C.: A Latin Dictionary. Oxford 1879, Eintrag „tribulus“ (Perseus Digital Library). perseus.tufts.edu
- DocCheck Flexikon: Saponine. flexikon.doccheck.com
- DocCheck Flexikon: Droge-Extrakt-Verhältnis. flexikon.doccheck.com
- Pharmazeutische Zeitung, Ausgabe 38/2002 (Einteilung pflanzlicher Extrakte, darunter standardisierte Extrakte). pharmazeutische-zeitung.de
- Gonzales G. F., Evidence-Based Complementary and Alternative Medicine 2012:193496 (Übersicht zu Herkunft, Anbau und Inhaltsstoffen von Maca). pmc.ncbi.nlm.nih.gov
- Dridi W., Bordenave N., Current Pharmaceutical Design 2020, 26(16):1866–1879, DOI 10.2174/1381612826666200212113903 (Übersicht zu Kiefernrindenextrakten).
